Verleihung des Clara-Zetkin-Frauenpreises der Partei Die Linke in Berlin

Nach der gelungenen Überraschung der Nominierung für den Clara-Zetkin-Frauenpreis der Partei Die Linke fand nun am Freitagabend die Preisverleihung statt. Neben Yvonne Falckner bestand das CareSlam!-Team an diesem Abend auch aus Sabrina Maar und Esma Özdemir, die beide extra nach Berlin gekommen waren. Auch unser Fotograf Thorsten Strasas war anwesend.

Im Rahmen des Abends wurde jedes der acht nominierten Projekte und Einzelpersonen von Politikerinnen der Linken vorgestellt. Der CareSlam! konnte sich glücklich schätzen, von Lucy Redler präsentiert zu werden. Vielen Dank dafür!

Während die Geräuschkulisse im Kreuzberger Südblock doch recht laut war, wurde es merklich ruhiger, als der CareSlam! auf der Bühne war. Nach der Vorstellung durch Lucy sprachen Yvonne Falckner und Esma Özdemir auf der Bühne einige Worte über den CareSlam! und Sabrina Maar slammte einen Ausschnitt aus ihrem Text "Frühschicht". Bei Sabrinas Slam verstummten die Gespräche im Raum vollends. CareSlam! wirkt!.

Doch auch die anderen Projekte haben uns zutiefst beeindruckt!

Die großartige Arbeit des Containerprojektes für wohungslose Frauen aus Hamburg, das gerade den Schwächsten unter den "ganz unten" gelandeten Menschen eine Zuflucht ermöglicht Das Frauenorchesterprojekt (FOP), welches unter der Leitung von Mary Ellen Kitchens Musik von Frauen durch Frauen hörbar macht und dabei auch Musik rettet, die aufgrund der gesellschaftlichen Missachtung weiblicher Komponisten teilweise nicht einmal in Papierform vorhanden sind. Sehr aktuell auch die Kontaktstelle "Frauen für Frauen" aus Cottbus, die geflüchteten Frauen unter widrigen Bedingungen eine Ankunft und Integration ermöglicht. Beeindruckend war auch der Auftritt der Vertreterinnen von RosaLinde e.V.- Queer Refugee Network aus Leipzig, welches sich in einem Umfeld, dass gemeinhin als "sächsische Zustände" bezeichnet wird, queeren Geflüchteten hilft. Von besonderer Grausamkeit betroffen sind die Menschen aus dem Umfeld von  "TAJÊ - Freiheitsbewegung/Frauenräte der ezidischen Frauen". Die jesidischen Frauen, versklavt, gefoltert und vergewaltigt von Daesh erleben unbeschreibliche Qualen. Ihnen Hilfe zukommen zu lassen ist ein ganz besonderer Akt an Humanität und Solidarität. Der ver.di-Bezirksfrauenrat München nimmt sich den frauenspezifischen Problemen im Arbeitsumfeld an. Gleichstellung und Anerkennung sind noch keine Selbstverständlichkeit. Die ebenfalls nominierte Dr. Kristina Hänel erlangte in den letzten Monaten bundesweit Aufmerksamkeit durch ihre Verurteilung nach §219a StGB. Doch schon davor war sie seit Jahrzehnten für die Rechte von Frauen aktiv.

Die Laudatio auf den Hauptpreis hielt Katja Kipping, Vorsitzende der Linke: dieser ging an "TAJÊ - Freiheitsbewegung/Frauenräte der ezidischen Frauen".

Der Sonderpreis wurde von Cornelia Möhring überreicht, die auch die Laudatio hielt. Empfängerin war Dr. Kristina Hänel.

Es war für uns ein toller Abend gefüllt mit beeindruckenden Menschen, Geschichten und Projekten. Danke dafür!

 

Weitere Bilder von der Preisverleihung findet Ihr hier: CareSlam bei der Preisverleihung und Verleihung des Clara-Zetkin-Frauenpreises.