Sechster CareSlam.

„Mein Mund der ist leise, mein Herz schreit nach Liebe.
Ich weiß doch du hast keine Zeit.
Gedanken ziehn Kreise, oft denk ich an Kriege und an eure Gleichgültigkeit.“

Elisabeth Schwarz, „Mutter. Kind. Mensch.“.

Am 11. Februar 2017 findet mit dem sechsten CareSlam eine weitere Fortsetzung der erfolgreiche Reihe von Veranstaltungen mit Angehörigen von Pflege- und diesen verwandten Berufen statt. Die Veranstaltungsreihe, die politische Äußerung mit künstlerischer Darbietung verbindet möchte auf die katastrophale Situation der Pflege in Deutschland aufmerksam machen.

Veranstaltungsort ist das Kulturhaus Alte Feuerwache in Berlin Friedrichshain. Dieses war nahezu ausverkauft.

Das Konzept ist an das des Poetry Slams angelegt. Alle Auftretenden haben rund zehn Minuten Zeit für ihren Slam. Jedoch gibt es keinen Wettbewerb, das gemeinsame wird betont, es findet kein Wettkampf statt.

Der Abend beginnt mit Yvonne Falckners Auftritt als dementer Vampir und der damit ergebenen Überleitung zu Florian Eichhorn, Autor des gleichnamigen Buches. Mit seinem Slam „Nur mal kurz – ein kurzer Einblick in den Pflege-Alltag“ gibt er einen humorvollen Einblick in Nöte des Pflegepersonals.

Ihm folgt Stefan Schulz, der mit seinem Slam „Drinnen ist draußen“ das schwierige Thema Forensik und den Umgang mit strafunmündigen Tätern im Alltag kraftvoll und emotional darstellt.

Annett Metzenthins Slam „Make Pflege not war“ wirft einen Blick auf die Pflege durch Angehörige und ist ein Aufruf zum Miteinander, anstatt des Gegeneinanders mit professioneller Pflege. Zudem weist sie auf die „Woche der pflegenden Angehörigen“ vom 12. – 18. Mai 2017 hin.

Die erste Halbzeit des CareSlams endet mit der Sängerin Elisabeth Schwarz und ihren Lied „Kind. Mutter. Mensch.“, welches das Leben eines alten Menschens im Heim gefühlvoll thematisiert.

Auftakt der zweiten Hälfte ist Jörg Richert von KARUNA mit den ehemaligen Straßenkindern Michi und Chris. Jörg Richert tritt in seinem Slam „“Suchen tut mich keiner…“ Straßenkinder in Deutschland“ für ein Umdenken im Umgang mit den Betroffenen ein und vor allem dafür, dass diese vermehrt einbezogen werden. Michi und Chris tragen zudem Gedichte von ehemaligen Straßenkindern vor.

Der nächste Slam berührt das Tabuthema Tod und den Umgang mit Kindern, die tot geboren sind oder in kürzester Zeit sterben werden. Der Fotograf Kai Gebel fotografiert zusammen mit einem Netzwerk von rund 600 weiteren Fotografen in Deutschland und Österreich diese „Sternenkinder“ und verschafft somit den Eltern die Möglichkeit einer bleibenden Erinnerung. „Vom ersten und letzten Bild“ handelt sein Slam.

Mit den STUBI Cops Franziska Behrenbeck, Claudia Fröhlich und Lena Herbrandt betritt der Nachwuchs in Form von Studentinnen die Bühne. STUBI Cops hat es sich zur Aufgabe gemacht die interprofessionelle Zusammenarbeit der Berufe im Gesundheitswesen zu fördern. Ihre Ideen zur Antikommunikation und Kommunikation stellen sie in ihrem Slam “Die Reise ins Unbekannte“ vor.

Ihnen folgt Roger Konrad der auf den Pflegeaktionstag am 12. Mai 2017 hinweist.

Den Abschluss des CareSlams bildet ein zweiter Auftritt von Elisabeth Schwarz mit ihrem Lied „Zeitlos“.

Dieser Bereich wird nach und nach mit weiteren Videos des CareSlams ergänzt.